Homöopathie

Was ist die Homöopathie?

Die Homöopathie gehört zu den sogenannten Regulationsmethoden. Durch die Verabreichung eines homöopathischen Arzneimittels wird das Gleichgewicht des Köpers hergestellt. Grundsätzlich ist die Homöopathie eine Behandlungsmethode  des ganzen Menschen mit all seinen körperlichen, seelischen und geistigen Eigenarten.

Warum hilft die Homöopathie?

Das Grundprinzip der Homöopathie lautet:   Ähnliches heilt Ähnliches.
Homöopathische Arzneimittel enthalten in der Ausgangssubstanz mineralische, pflanzliche und tierische Inhaltsstoffe. Diese Inhaltsstoffe werden stufenweise nach einem genau festgelegten Verfahren verdünnt. Die Homöopathie nennt dies Potenzieren. Obwohl hierbei die Substanzmenge verdünnt  wird  verstärkt sich die Wirkung auf den Menschen.
Welches Mittel in welcher Potenz angewendet werden soll, muss auf die jeweilige Krankheit und auf die jeweilige Person ganz genau abgestimmt werden. Grundsätzlich wirken niedrige Potenzen (D4-12) eher auf  akute Symptome. Die Wirkungsdauer ist kurz.Hochpotenzen (D200) wirken auf die gesamte Persönlichkeit. Die Wirkung setzt etwas langsamer ein, hält aber länger an.

Wann hilft die Homöopathie?

Prinzipiell ist bei allen Krankheiten ein Behandlungsversuch möglich. Besonders jedoch empfiehlt sich die Homöopathie bei akuten Erkrankungen im Säuglings- und Kindesalter. Bei Erwachsenen sind es Infektionskrankheiten, Allergien, Asthma bronchiale, rheumatische Erkrankungen, Leber- und Nierenerkrankungen, Kopfschmerzen, Hauterkrankungen, psychische und psychosomatische Erkrankungen, Krankheiten in der Schwangerschaft und Stillzeit.

Wie geht die Homöopathie vor sich?

Grundsätzlich kann zwischen der Behandlung von akuten und chronischen Krankheiten unterschieden werden.
1. Bei akuten Erkrankungen empfiehlt sich oft die Einnahme von Niedrigpotenzen einzelner Mittel oder auch sogenannter homöopathischer Komplexmittel. Hierbei sind erprobte Kombinationen von homöopathischen Heilmitteln für die jeweilige Erkrankung zusammen gestellt. Für häufige Erkrankung gibt es fertige Komplexmittel, welche erfahrungsgemäß sehr gut helfen. Oft können auch sogenannte Einzelmittel, die  unmittelbar gegen die akuten Beschwerden helfen, gleich ausgesucht werden. Bei der akuten Erkrankung werden homöopathische Mittel mehrmals pro Tag eingenommen. Oft muss auch kurzfristig entschieden werden, ob das ausgesuchte Mittel das Richtige war, oder ob auf  ein anderes Mittel gewechselt wird.
2. Bei chronischen Erkrankungen wird im Rahmen eines sehr gründlichen, einstündigen Anamnesegespräches erfragt, welche speziellen körperlichen, seelischen und geistigen Eigenarten für den jeweiligen Patienten typisch sind. Auf Grund dieser ganz speziellen Eigenschaften wird im Anschluss an dieses Gespräch mit Hilfe eines zeitaufwendigen Ausarbeitungsverfahrens das passende Mittel bestimmt. Dies wird dann entweder als einmalige Hochpotenz oder als kurmäßige Behandlung mit sogenannten LM-Potenzen über einen Zeitraum von 2-4 Wochen verabreicht.
Sowohl bei der akuten als auch bei der chronischen Erkrankung sollen homöopathische Arzneien über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Man unterscheidet Globuli (Kügelchen), Tabletten und Tropfen.
Die Wirkung homöopathischer Mittel kann durch Rauchen, Alkohol, Koffein, Schwarztee und Kampfer abgeschwächt werden. Diese Substanzen sind deswegen bei jeder homöopathischen Behandlung zu meiden.

Wer bezahlt die homöopathische Behandlung?

Homöopathische Arzneimittel werden nicht von der Krankenkasse erstattet. Das zeitaufwendige Verfahren bei der Konstitutionsbehandlung (bei chronischen Erkrankungen) wird nur von wenigen gesetzlichen Krankenkassen und den Privatkassen bezahlt.

Wann darf die Homöopathie nicht angewendet werden?

Grundsätzlich gibt es keine Erkrankung bei der die Homöopathie verboten ist.